Ferrari hat den 296 GT3 überarbeitet – nicht mit einer Revolution, sondern mit einer cleveren Weiterentwicklung.
Vorgestellt wurde der neue 296 GT3 Evo beim 24-Stunden-Rennen in Spa, und wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Evolution des bestehenden GT3-Boliden, der seit seinem Debüt beachtliche Erfolge eingefahren hat.
Ferrari 296 GT3 Evo
Über 140 Siege, 405 Podiumsplätze und 56 Polepositions sprechen eine klare Sprache. Ziel der Weiterentwicklung war es, die Performance unter Rennbedingungen stabiler und vorhersehbarer zu machen. Deshalb wurden fast alle Karosserieteile überarbeitet: Splitter, Unterboden, Entlüftungen an den Radhäusern und natürlich der große Heckdiffusor.
Der Luftfluss wurde besonders im Frontbereich optimiert, damit der Anpressdruck auch bei Verwirbelungen durch andere Fahrzeuge konstant bleibt. Ein völlig neu entwickelter Heckflügel mit Schnellverstellung – bekannt aus dem 296 LMGT3 – macht Set-up-Änderungen einfacher und schneller.
Motor bleibt, aber mit Detailverbesserungen
Am 2,9-Liter-V6-Biturbo hat sich technisch kaum etwas geändert. Das bewährte 120-Grad-V-Layout mit innenliegenden Turboladern bleibt erhalten, denn es bietet Vorteile bei Gewichtsverteilung und Schwerpunkt. Allerdings wurde der Motor um 2 Grad geneigt, damit im Heck mehr Platz für den Diffusor ist – was wiederum die Aerodynamik verbessert.
Mehr Grip durch neue Fahrwerkskinematik
Die Kinematik der Radaufhängung wurde vorn und hinten überarbeitet. Das bringt nicht nur mehr Standfestigkeit, sondern sorgt auch für eine harmonischere Balance zwischen Vorder- und Hinterachse.
Das Fahrverhalten wird damit vorhersehbarer, die Rückmeldung direkter. Auch die Getriebeübersetzung wurde neu abgestimmt, um das Drehmoment in allen Geschwindigkeitsbereichen besser zu nutzen.
Bessere Kühlung für mehr Zuverlässigkeit
Ein oft unterschätzter Faktor im Motorsport ist die Temperaturkontrolle. Ferrari hat die Kühlung der Bremsen um mehr als 20 % verbessert, unter anderem durch zwei neue Lufteinlässe auf der Fronthaube. Auch im Unterboden gibt es zusätzliche Öffnungen, die die Servopumpe effizienter kühlen. Die Außenspiegel wurden in Position und Winkel angepasst – weniger Vibrationen, bessere Rücksicht.
Komfort bleibt nicht auf der Strecke
Der Innenraum bleibt funktional und fahrerfokussiert. Neu ist ein effizienteres Klimasystem mit zusätzlichem Lüfter, das vor allem bei Langstreckenrennen den Unterschied machen kann. Insgesamt bleibt das Cockpit übersichtlich und auf den Fahrer zugeschnitten.
Start ab 2026 – auch als Upgrade-Kit
Die Homologation läuft bereits. Ab 2026 wird der 296 GT3 Evo auf der Strecke zu sehen sein – als Komplettfahrzeug oder als Evo-Kit für bestehende Fahrzeuge. Kundenteams können ihre Boliden damit auf den neuesten technischen Stand bringen und weiterhin konkurrenzfähig bleiben. Alle weiteren Infos gibt’s im Video! Bild- und Videonachweis/Quelle: Ferrari






