Ferrari hat an der Amalfiküste den neuen Amalfi vorgestellt, einen eleganten und technisch aufgerüsteten Gran-Turismo, der den Ferrari Roma ablöst.
Die Italiener setzen mit dem 2+ Coupé ihre Tradition der V8-Front-Mittelmotor-Sportwagen fort und liefern eine Kombination aus Alltagstauglichkeit, Sportlichkeit und High-End-Technik.
2026 Ferrari Amalfi
Der Amalfi ist kein radikaler Supersportler, sondern ein Auto für Menschen, die gerne weit fahren, aber nicht auf Leistung verzichten möchten. Angetrieben wird der Amalfi von einem 3,9-Liter-V8-Biturbo, der 640 PS bei 7.500 U/min leistet. Das maximale Drehmoment beträgt 760 Nm, abrufbar zwischen 3.000 und 5.800 U/min. Möglich macht das ein weiterentwickelter Motor aus der bekannten F154-Baureihe.
Die Drehzahlgrenze liegt bei 7.600 U/min. Typisch Ferrari: die Verwendung einer Flat-Plane-Kurbelwelle, gleich langen Abgaskrümmern und kompakter Turbolader mit Twin-Scroll-Technik – alles Maßnahmen für ein schnelles Ansprechverhalten und guten Sound. Die Kraftübertragung erfolgt über ein 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das schon im SF90 Stradale debütierte und nun noch feinfühliger abgestimmt wurde.
Unterstützt wird es von einer neuen Steuerungseinheit, die sanftere und präzisere Schaltvorgänge erlaubt. Ferrari hat zudem an der Effizienz geschraubt: Der Motorblock wurde leichter, neue Nockenwellen sparen Gewicht, und das verwendete Öl reduziert den internen Widerstand um ca. 30 % beim Kaltstart.
Fahrleistungen und Technik
Das Datenblatt kann sich sehen lassen: 0–100 km/h in 3,3 Sekunden, 0–200 km/h in 9,0 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. Das Trockengewicht liegt bei unter 1.500 kg (mit Leichtbauoptionen), was ein Leistungsgewicht von 2,29 kg/PS ergibt. Für die Verzögerung von 100 auf 0 km braucht der Amalfi weniger als 31 m, bei 200 km/h sind es knapp 120 m.
Aerodynamik mit Köpfchen
Besonders ausgefeilt zeigt sich die Aerodynamik, die Ferrari in Zusammenarbeit mit den eigenen Thermo-Fluid-Experten entwickelt hat. Am Heck sorgt ein aktiver Spoiler für zusätzlichen Abtrieb (bis zu 110 kg bei 250 km/h im HD-Modus), der sich je nach Geschwindigkeit und Fahrzustand in drei Positionen einstellen kann.
Vortex-Generatoren, Front-Diffusoren und ein geschlossener Unterboden optimieren Luftstrom und Bremskühlung.
Innenraum: digital, hochwertig, fahrerfokussiert
Im Cockpit gibt’s ein 15,6-Zoll-Kombiinstrument, dazu einen zentralen 10,25-Zoll-Touchscreen und ein 8,8-Zoll-Display für den Beifahrer – alles eingebettet in ein klar gegliedertes Dual-Cockpit-Layout. Die Bedienung erfolgt weitgehend über das Lenkrad, das wieder mit physischen Tasten ausgestattet ist.
Der Startknopf aus Aluminium ist ikonisch platziert. Apple CarPlay, Android Auto, kabelloses Laden und MyFerrari-Connect sind serienmäßig an Bord. Materialwahl und Haptik lassen kaum Wünsche offen: Carbon, Aluminium, Kontrastnähte und ein frei schwebender Mitteltunnel mit integriertem Gangwahlschalter dominieren das Ambiente.
Optional gibt’s Komfortsitze mit Belüftung, Massagefunktion und wählbaren Größen. Ein Burmester-Audiosystem mit 14 Lautsprechern und 1.200 Watt sorgt für klangliche Untermalung.
Sicherheit und Fahrassistenten
Beim Thema Fahrassistenz ist der Amalfi gut aufgestellt: Serienmäßig dabei sind u. a. Adaptive Cruise Control, Notbremsassistent, Toter-Winkel-Warner, Spurhaltehilfe, Müdigkeitserkennung und Verkehrszeichenerkennung. Optional gibt’s Surround View und Querverkehrswarner hinten.
Die Fahrdynamik wird durch ein Brake-by-Wire-System, das weiterentwickelte ABS Evo mit 6D-Sensor sowie ein verbessertes Grip-Schätzsystem optimiert. Alles greift nahtlos zusammen – von Seitenführung bis Geradeausbremsung.
Preis und Verfügbarkeit
Ferrari nennt keine offiziellen Preise, aber der Einstiegspreis dürfte bei ca. 240.000 Euro liegen. Dafür bekommt man einen aufwändig konstruierten V8-GT, der Performance mit Design und Technik verbindet – allerdings mit typisch limitierter Verfügbarkeit und hohem Individualisierungspotenzial. Alle weiteren Infos zum Ferrari Amalfi bekommt ihr im Video. Bild- und Videonachweis/Quelle: Ferrari









