Noch mehr Vielfalt für den Klassiker aus Zuffenhausen: Porsche erweitert die Allrad-Varianten des 911 um gleich drei neue Modelle – das Carrera 4S Coupé, das Carrera 4S Cabriolet und den Targa 4S.
Damit wächst die Palette der 911-Allradler auf insgesamt sechs Versionen. Die neuen Modelle ordnen sich unterhalb der GTS-Modelle ein und übernehmen den bekannten 3,0-Liter-Biturbo-Boxermotor – jetzt mit 480 PS. Das sind 30 PS mehr als beim Vorgänger.
2025 Carrera 4S-Modelle
Der Motor profitiert von einem optimierten Kühlsystem, das sich am 911 Turbo orientiert. In Kombination mit dem Achtgang-PDK geht die Leistung an alle vier Räder.
Das sorgt für ordentlich Schub: Das Carrera 4S Coupé beschleunigt mit Sport Chrono Paket in 3,3 Sekunden auf 100 km/h und schafft 308 km/h Spitze. Typisch Porsche bleibt der Allradantrieb heckbetont – das Porsche Traction Management (PTM) verteilt nur bei Bedarf mehr Moment nach vorne. Die Vorderachskupplung arbeitet weiterhin elektromechanisch, bei leicht angepasster Übersetzung.
Warum Allrad?
Etwa die Hälfte der S-Käufer greift laut Porsche zum Allrad – aus Gründen wie besserer Traktion bei Nässe oder Schnee. Beim Targa ist die Sache ohnehin klar: Seit 2006 gibt es ihn nur noch mit Allradantrieb.
In diesem Jahr feiert die eigenwillige Karosserieform übrigens ihren 60. Geburtstag. Einst als Reaktion auf US-Vorschriften gegen klassische Cabrios eingeführt, ist der Targa heute eine technische Show: Das Dach öffnet sich elektrisch in 19 Sekunden, samt Glaselementen und Überrollbügel.
Serienausstattung wächst
Porsche hat nicht nur unter der Haube geschraubt. Zur neuen Serienausstattung gehören unter anderem 20/21-Zoll-Mischbereifung, Porsche Torque Vectoring Plus, eine Sportabgasanlage, Matrix-LED-Scheinwerfer, ein erweitertes Lederpaket, kabelloses Smartphone-Laden und diverse Assistenzsysteme.
Auch die Bremsen wachsen: 408 mm vorne, 380 mm hinten – inklusive der roten GTS-Sättel. Der Targa 4S bekommt außerdem serienmäßig eine Hinterachslenkung.
Innenraum und Alltagstauglichkeit
Auch im Innenraum gibt’s Unterschiede: Während Cabriolet und Targa serienmäßig mit Rücksitzen kommen, wird das Coupé als Zweisitzer ausgeliefert – Rücksitze sind jedoch ohne Aufpreis bestellbar.
Die Idee dahinter: Mehr Alltagstauglichkeit, ohne auf Sportlichkeit zu verzichten. Porsche will mit den neuen Varianten vor allem Fahrer ansprechen, die den Elfer ganzjährig fahren wollen – ob bei Sonnenschein oder Schneematsch.
Und sonst?
Der 911 Targa bleibt auch 2025 ein Sonderfall: Retro-Charme trifft Technik-Offensive. Und wer glaubt, dass Porsche das 911-Portfolio damit ausgeschöpft hat, irrt vielleicht. 21 Varianten zählt das Modell inzwischen – ohne Sondermodelle. Doch die Gerüchteküche brodelt: Ein neuer GT2 RS soll noch kommen.



