Der Qashqai ist seit Jahren ein beliebter Vertreter der Kompakt-SUVs, und das aus gutem Grund.
Seit 2021 gibt’s ihn als Hybrid, nun wurde die Technik gründlich überarbeitet – auch wenn man es ihm von außen kaum ansieht.
Nissan Qashqai e-Power
Die Optik bleibt weitgehend gleich: ein bisschen wuchtig, klar gezeichnet, aber ohne große Überraschungen. Die spannenden Neuerungen stecken unter der Haube. Herzstück des e-Power-Antriebs bleibt der 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner, der allerdings nicht wie üblich direkt die Räder antreibt. Stattdessen fungiert er als Generator für den Elektromotor – ein sogenannter serieller Hybrid. Das spart Gewicht und Bauraum, weil Kupplung und Getriebe komplett wegfallen.
Die neue Antriebseinheit ist rund 28 kg leichter und in einem kompakten Gehäuse untergebracht, was zusätzlich Vibrationen und Geräusche reduziert. Der Strom landet entweder direkt im E-Motor oder in einer 2,1-kWh-Batterie, die wie gehabt klein dimensioniert ist.
Trotzdem reicht das für effizienten Vortrieb, denn der überarbeitete Motor arbeitet nun bei niedrigerer Drehzahl und mit verbessertem Wirkungsgrad. Dazu kommt mehr Dämmung – das Ergebnis ist ein deutlich ruhigeres Fahrerlebnis, besonders auf der Autobahn.
Der Verbrauch sinkt laut WLTP-Zyklus auf 4,5 l/100 km, das sind etwa 1 Liter weniger als beim Vorgänger. Im Alltag soll der neue Qashqai sogar 16 % weniger verbrauchen, auf der Autobahn laut Nissan immerhin 14 %. Auch der CO₂-Ausstoß wurde gesenkt – von 116 auf 102 g/km. Im Vergleich mit Konkurrenzmodellen wie dem Toyota Corolla Cross, Renault Austral oder Peugeot 3008 steht der Nissan damit sehr gut da.
Mehr Leistung – aber nur wenn’s drauf ankommt
Was sich ebenfalls geändert hat: die Leistung. Statt bisher 190 PS bringt es der neue Antrieb nun auf 205 PS – allerdings nur im Sportmodus. Im Normalbetrieb bleibt’s bei der bisherigen Leistung, was auch erklärt, warum der Verbrauchswert nicht höher ausfällt. Angaben zum tatsächlichen Verbrauch bei Vollgas will Nissan später nachliefern.
Im Alltag fällt vor allem auf, wie deutlich leiser der Qashqai geworden ist. Die Ingenieure haben es geschafft, die Geräuschkulisse im Innenraum um 5,6 dB zu senken. Das merkt man, besonders bei Tempo über 100 km/h. Auch sonst fährt sich der Qashqai angenehm, allerdings ohne besonders weich zu federn – Fahrwerk und Lenkung wurden nicht verändert, und das spürt man an Bodenwellen oder Querfugen.
Technik auf aktuellem Stand
Innen gibt’s ein neues Infotainmentsystem, das längere Strecken angenehmer macht. Die von Nissan angegebenen 1.200 km Reichweite erscheinen zwar optimistisch, zeigen aber zumindest, dass man Wert auf Effizienz gelegt hat.
Optisch gibt’s kleine Retuschen: neue Spiegelklappen, eine überarbeitete Frontschürze und serienmäßige 17-Zoll-Felgen. Ein echtes Komfort-Upgrade ist das Gesamtpaket aber nicht – dafür fehlen adaptives Fahrwerk oder hochwertige Materialien. Aber für ein Fahrzeug in dieser Klasse geht das voll in Ordnung.
Preis? Noch offen – aber wohl nicht günstiger
Was der neue Qashqai kosten wird, sagt Nissan noch nicht. Das aktuelle Modell startet bei etwa 39.000 €, und es ist wahrscheinlich, dass der Nachfolger etwas teurer wird. Wenn Nissan die 40.000-€-Marke reißen sollte, könnte das für viele Kunden ein echter Haken sein – schließlich ist der Markt für kompakte Hybrid-SUVs hart umkämpft.
Fazit: Der neue Qashqai e-Power zeigt, dass Hybrid kein alter Hut sein muss. Vieles wurde sinnvoll verbessert, ohne den Charakter des Fahrzeugs komplett zu verändern. Wer nicht sofort zum E-Auto wechseln will, findet hier eine interessante Alternative. Alle weiteren Infos gibt’s im Video. Bild- und Videonachweis/Quelle: Nissan







