Volkswagen und Moia präsentieren mit dem VW ID. Buzz AD ihr erstes serienmäßiges, vollautonomes Fahrzeug.
Der elektrische Kleinbus soll vor allem im urbanen Raum als Shuttle-Dienst zum Einsatz kommen – zunächst in Hamburg, später auch in anderen Städten Europas und den USA.
Moia VW ID. Buzz AD
Das Fahrzeug ist ein klarer Gegenentwurf zu Elon Musks Robotaxi und richtet sich an Kommunen und Mobilitätsanbieter, die ihren ÖPNV modernisieren wollen. Der ID. Buzz AD ist nicht einfach ein autonom fahrender Bus – es ist eine komplette Mobilitätslösung.
Mehr als nur ein selbstfahrendes Auto
Volkswagen liefert nicht nur das Fahrzeug, sondern auch Software, Services und Unterstützung für den Betrieb. Die Plattform nennt sich „Autonomous Driving Mobility as a Service Ecosystem“ und soll Städte und Flottenbetreiber in die Lage versetzen, einfach auf autonome Systeme umzustellen. Das Flottenmanagement läuft über die Cloud, Fahrgäste können Fahrten direkt per App buchen.
Technik mit Überblick
Im Einsatz ist die Technik von Mobileye: 27 Sensoren, darunter 13 Kameras, 9 LiDAR und 5 Radar-Einheiten, liefern ein redundantes 360-Grad-Umfeldbild. Schiebetüren, Haltegriffe und eine Gepäckfläche sorgen für den nötigen Fahrgastkomfort.
Der ID. Buzz AD erfüllt den SAE-Standard Level 4, was bedeutet, dass das Fahrzeug in bestimmten Situationen völlig ohne Fahrer auskommt. Dennoch bleiben Lenkrad, Pedale und Fahrersitz vorerst an Bord – zur Sicherheit und zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben.
Künstliche Intelligenz optimiert jede Route
Die Software stammt vom Entwickler Apex AI und setzt auf eine Mischung aus klassischer Routenoptimierung und künstlicher Intelligenz. Dadurch kann das System flexibel auf wechselnde Fahrgastanfragen reagieren.
Kommunikation mit den Shuttles ist über das Mobilfunknetz möglich. In besonderen Situationen wie Rettungseinsätzen kann das Fahrzeug auch fernüberwacht und aus der Zentrale gesteuert werden.
Fokus auf Hamburg – und dann Europa
Zunächst startet Moia mit 25 Fahrzeugen in Hamburg unter realen Bedingungen. Hier wird der Shuttle-Service in einem klar abgegrenzten Einsatzgebiet getestet. Weitere Städte sollen 2026 folgen.
Besonders für Regionen mit schwacher Nahverkehrsanbindung könnte das System interessant werden – dort, wo Linienbusse nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können. Alle weiteren Infos gibt’s direkt im Video! Bild- und Videonachweis/Quelle: Volkswagen/Moia