Mit dem BlueOval Battery Park Michigan bringt Ford ein echtes Schwergewicht an den Start.
In Marshall, im US-Bundesstaat Michigan, entsteht aktuell eine moderne Fertigungsstätte für Lithium-Eisenphosphat-Batteriezellen (LFP) – komplett im Eigenbetrieb, ohne Beteiligung eines ausländischen Partners.
Ford LFP-Batteriefabrik
Damit geht Ford einen wichtigen Schritt in Richtung Unabhängigkeit bei der Batterieversorgung und legt gleichzeitig den Grundstein für eine neue Generation von Elektrofahrzeugen mit solider Reichweite und niedrigeren Kosten. Der Bau des Werks ist weit fortgeschritten: Die Struktur steht, und die technischen Systeme wie Rohrleitungen, elektrische Leitungen und mechanische Anlagen werden derzeit installiert.
Parallel dazu läuft die Produktion sogenannter C-Sample-Zellen, also Prototypen, die kurz vor der Serienreife stehen. Diese Zellen werden für abschließende Design-Tests in kommenden Ford-Stromern verwendet. Das Ganze beschleunigt die Inbetriebnahme enorm – die Schulung der Mitarbeiter findet nämlich bereits an den Maschinen beim Zulieferer statt.
Zukunftstechnologie für günstigere E-Autos
Das Werk ist so konzipiert, dass es in Reinraumzonen unterteilt werden kann. Damit lassen sich einzelne Produktionsbereiche besonders sauber betreiben – ein Muss für moderne Zellfertigung.
Die Anlage ist fast 1,5 km lang und soll bereits im kommenden Jahr die Serienfertigung aufnehmen. LFP-Zellen sind bekannt dafür, besonders preiswert, sicher und langlebig zu sein – allerdings mit leicht geringerer Energiedichte im Vergleich zu anderen Zellchemien.
Ford plant, hier prismatische Batteriezellen zu fertigen, die günstiger sind und damit E-Fahrzeuge unterhalb der bisherigen Einstiegspreise ermöglichen sollen. Durch die Fertigung im eigenen Land will man nicht nur Kosten senken, sondern sich auch besser gegen geopolitische Risiken und Lieferengpässe wappnen.
Drei Milliarden Euro und 1.700 Jobs
Die Investitionssumme beträgt laut Ford etwa drei Milliarden Euro. Das Geld fließt in Bau, Maschinen und die Einstellung von rund 1.700 neuen Arbeitskräften – allesamt in den USA. Das Ziel: eine vertikale Integration innerhalb der Batterielieferkette. Das bedeutet, möglichst viele Schritte vom Rohmaterial bis zur fertigen Zelle selbst zu übernehmen.
Ford will damit Know-how aufbauen, Kosten kontrollieren und letztlich die Entwicklung neuer Zelltypen beschleunigen. LFP-Batterien gelten als Schlüssel zu bezahlbaren Elektrofahrzeugen. Auch bei Ford ist der Plan klar: mehr Kontrolle, mehr Tempo, bessere Preise – und das alles ohne sich von ausländischen Zulieferern abhängig zu machen.
Made in USA – mit globaler Wirkung
Der BlueOval Battery Park Michigan markiert nicht nur den Beginn einer neuen Produktionsära bei Ford, sondern auch ein Signal an die gesamte Branche. Was früher fast ausschließlich in Asien produziert wurde, kommt nun zurück auf amerikanischen Boden – inklusive modernster Fertigungstechnologien und strenger Qualitätsstandards.
Der globale Wettbewerb um Batterien und Energiespeicher bekommt damit einen neuen Player mit ehrgeizigen Zielen. Alle weiteren Infos zum Projekt und zur zukünftigen Modellstrategie von Ford findet ihr direkt im Video. Bild- und Videonachweis/Quelle: Ford






