Faraday Future gibt nicht auf. Das Startup aus Kalifornien existiert zwar noch, hat aber Schwierigkeiten, seine Fahrzeuge erfolgreich zu verkaufen.
Um das zu ändern, plant das Unternehmen eine neue Modellreihe mit deutlich günstigeren Preisen.
Faraday Future FX4
Im Fokus steht dabei der Faraday Future FX4, ein kompakter Elektro-Crossover, der mit einem Startpreis von rund 20.000 US-Dollar – also etwa 17.500 € – Tesla, Toyota und Co. herausfordern soll. Bei einer Aktionärsveranstaltung präsentierte Faraday Future gleich drei neue Modelle als fahrbereite Prototypen: den FX4, den größeren FX6, der eher wie eine Limousine wirkt, und den Minivan FX Super One. Der FX Super One soll laut Unternehmen das erste Modell der Reihe sein, das auf den Markt kommt.
Offiziell vorgestellt wird er am 29. Juni, die Premiere folgt dann am 17. Juli. Als „First Class AI-MPV“ für den US-Markt soll er unter 50.000 US-Dollar kosten – also ungefähr 46.000 € – und richtet sich primär an Unternehmen. Tatsächlich liegen laut Faraday Future bereits 600 verbindliche und 2.500 unverbindliche Vorbestellungen vor, obwohl das Auto noch gar nicht öffentlich gezeigt wurde.
FX4 als günstiger Tesla-Rivale
Deutlich spannender für Privatkunden dürfte der FX4 werden. Er wird von Faraday Future intern als „RAV4-Disruptor“ gehandelt und soll eine Alternative zum Tesla Model Y darstellen. Das Design ist noch nicht ganz bekannt, aber auf dem Event wurde ein Teaser der Frontpartie gezeigt. Ein vollständiges Rendering soll später folgen.
Das Kürzel AIEV, das FF gerne verwendet, steht für Fahrzeuge mit KI-Unterstützung. Genau erklärt wird es nicht, aber es scheint sich um ein Zusammenspiel aus künstlicher Intelligenz, virtuellen Assistenten und automatisierten Funktionen zu handeln – also mehr Software als klassische Fahrtechnik.
Der konkrete Produktionsplan für den FX4 soll bis Ende des dritten Quartals 2025 vorgestellt werden. Vorbestellungen sind noch für dieses Jahr geplant, zu dem Zeitpunkt will das Unternehmen dann auch die endgültige Preisstruktur bekannt geben. Die Modelle FX4 und FX6 sollen zwischen 17.500 € und 46.000 € kosten.
Technik vom FF 91 zum Sparpreis?
Trotz des niedrigen Preises sollen Technik und Ausstattung an das bisherige Flaggschiff FF 91 angelehnt sein – natürlich in einer reduzierten Form. Technische Details sind noch rar, aber wahrscheinlich wird eine vereinfachte Version der eigenen Variable Platform Architecture (VPA) verwendet. Diese modulare Plattform soll sich flexibel an unterschiedliche Modelle und Konfigurationen anpassen lassen.
Prototypen bringen Glaubwürdigkeit
Wichtig für die Glaubwürdigkeit des Plans: Die Fahrzeuge existieren bereits als fahrbare Prototypen. Das gilt sowohl für den FX4 als auch für den FX6. Damit zeigt Faraday Future, dass es nicht nur bei Renderings bleibt, sondern tatsächlich in die Umsetzung geht.
Auch wenn viele Fragen offen bleiben, etwa zur Reichweite, Leistung oder Ausstattung, wirkt der Ansatz in der aktuellen Marktsituation nicht ganz unrealistisch. Alle weiteren Infos gibt’s im Video. Bild- und Videonachweis/Quelle: Faraday Future





